Eine interessante Ausstellung geht zu Ende, in der sich der Künstler MARKUS DAUM in eindrücklicher Weise mit dem Dichter PAUL CELAN auseinandersetzte. Der Besuch in der Ferienzeit von weit außerhalb der Region hat uns veranlasst, diese konzeptuelle Arbeit »Touch me - für Paul Celan« bis 28. August zu verlängern. Bereits eine Woche später folgt die nächste Ausstellung innerhalb unseres Zyklus BILD & WORT.
Wir freuen uns, dass wir den Künstler JOHANNES PFEIFFER für dieses Projekt gewinnen konnten - Pfeiffer national und international bekannt mit seinen konzeptuellen Installationen oft in Verbindung von Innen- mit Außenraum. Um nur einige wenige aus jüngster Vergangenheit zu nennen: La magia della coscienza rimossa -Theater Vincenzo Bellini, Acireale Sizilien, Transitorische Antipoden - Kirche St. Peter und Paul, Kunstforum Weil der Stadt, Broken vision, der gläserne Blick - Museum Villa Rot, Prometeo, Etna Eternal Flame - Piazzale Sapienza, Ätna, Memoria de las rocas – Atacama Wüste und Sitio Zero im Hafen von Antofagasta, Chile, Mémoire oubliée – Friche Rue Etex, Paris 18ème arrondissement.
Auf der Suche nach dem Wesen der Dinge befasst sich Pfeiffers Werk mit dem prekären Gleichgewicht unserer Gesellschaft, lyrische Lösungen bestimmen sein Umsetzen in konzeptuelle Arbeiten. In unserer kommenden Ausstellung setzt sich JOHANNES PFEIFFER mit dem Schriftsteller HONORÉ de BALZAC auseinander - manifestiert in Buchobjekten, Zeichnungen und Radierungen. Bei den in den Objekten verwendeten Büchern handelt es sich um Bände der »La comédie humaine« von Honoré de Balzac. Darin beschreibt Balzac die französische Gesellschaft in der Zeit der konservativ-monarchistischen Restauration. Balzacs La Comédie Humaine, die menschliche Komödie, besteht aus 16 Bänden mit den drei Hauptteilen Sittenstudien, philosophische Studien, analytische Studien.
Pfeiffer arbeitet mit originalen Buchausgaben französischer Verleger und lässt diese in unterschiedlichen Farbpigmenten versinken. Es ist eine bewusste Protesthandlung gegenüber dem sich immer weiter verbreitenden schnellen und oberflächlichen Wissen. Das Internet hat die Wissenshoheit übernommen. Versinkt das Buch in diesem Treibsand aus Pigmenten und mit ihm das gesamte Wissen darin? Geht es für immer verloren? Kann Wissen wieder aus der Vergessenheit zurückgeholt werden?
Johannes Pfeiffer visualisiert dieses Thema in Kuben aus Plexiglas. Dazu entstehen Blindzeichnungen und Radierungen, gleichzeitig arbeitet er mit Textstellen aus den verwendeten Balzac-Bänden. Darin geht es vorrangig um die Position der Frau in Zeiten der französischen Monarchie dieser Epoche – und interessant für unsere Region – Honoré de Balsac versetzt in dieser komödiantischen Sittengeschichte die römische Imperia ins erste vatikanische Konzil nach Konstanz, obwohl sie damals noch nicht lebte.
Sie sind auf diese kommende Ausstellung sicher genauso gespannt, wie ich – lassen Sie sich verführen.
Johannes Pfeiffer und wir freuen uns sehr Sie begrüßen zu dürfen
am Samstag 5. Sept. um 17 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung
JOHANNES PFEIFFER »Paroles en Couleurs«
eine Begegnung mit Honoré de Balsac
Ausstellungsdauer bis 18. Oktober 2026
Herzlich grüßt Sie Ihre Helena Vayhinger